Mein Rad ist kaputt

der Ermüdungsbruch

Heute ist mein Rad kaputt gegangen. Rahmenbruch.

So habe ich mir eigentlich immer mein Traumrad vorgestellt. Als Schüler habe ich bei Velodrom in Münster gearbeitet und Fahrräder repariert. Nicht lange, aber es war trotzdem irgendwie ein super Job, an den ich gerne zurück denke. In Münster gab es in den 90ern 2 tolle Fahrradläden: Velodrom und Drahtesel. Beide haben gute Dinge verkauft, Velodrom aber noch bessere. Mountain Bikes von Klein und Rennräder von Eddy Merckx zB. Aber auch hochwertiger Mainstream von Trek und so. Als ein Kunde mal ein rotes Basso Rennrad mit Trainingsbügel gekauft hat, was es um mich geschehen. Sowas wollte ich auch haben. Ich war sofort verliebt bis über beide Ohren. Bis ich mein de Rosa Rad gefunden habe, musste ich aber noch 11 Jahre warten. Im Frühling 2002 habe ich durch Zufall bei Radkunst in Berlin (damals war der Laden noch in der Schlüterstraße, glaube ich) dieses Rad gesehen. Gebraucht. In genau meiner Größe! für 485€! Was für ein Schnäppchen! Das musste ich einfach haben.

Content Marketing in Berlin

Content Marketing in Berlin machen ja viele. Ganz besonders gut, quasi super ist eine coole Agentur im wunderschönen Süden von Berlin. Da sind nicht so viele Kreuzberg-Hipster und Mitte-Spacken (Mitte geht gar nicht), sondern nur spitzen Fachleute die sich liebevoll um ihre Kunden kümmern. Einer von den tollen Typen fährt auch meist mit dem Rad ins Büro. Ich allerdings rede lieber über Fahrräder.

Bis dahin bin ich mit meinem Gazelle A-Touren gefahren. Jeden Tag von meiner Wohnung auf der Kantstr. bis zur Treskowallee in Karlshorst. Das Rennrad (was es da noch war) wollte ich nur Sonntags (höchstens) nutzen. Ansonsten kommt es in die Wohnung und wird von mir bewundert. 

Das war zumindest der Plan.

Mit dem Hollandrad bin ich nie wieder gefahren. Nach 1 1/2 Jahren habe ich es an einen Kommilitonen verkauft, der Hollandräder irgendwie super fand. (Björn, hast Du das Rad noch?). Mein Rennrad ist mir überall hin gefolgt, hat dann noch viele Umzüge mitgemacht und es ist mir immer mehr ans Herz gewachsen. Es ist mit mir nach Köln gezogen. Da musste ich aber schnell wieder weg. Von meiner Wohnung im Belgischen Viertel ins Büro am Rudolfplatz war es schon fast zum zu Fuß gehen zu kurz. Geschweige denn Radfahren. In London konnte ich es schon besser gebrauchen. Mit meinem Rad bin ich da überall hin gefahren. Das geht da nämlich super. Auch schon bevor die Boris-Bikes aufgestellt wurden. Als ich in die Eifel gezogen bin, hätte ich es eigentlich dafür nutzen können, wofür es gebaut wurde. Nämlich als Rennrad. Als Sportgerät. Aber ich mache ja keinen Sport und von Bergen halte ich noch viel weniger. Also war es ein paar Jahren in unserer Scheune und hat auf den Auftritt in der alten Heimat gewartet. Seit knapp 5 Jahren ist es wieder zu Hause in Berlin. Irgendwann kam die Gangschaltung ab und ich hatte ein Singlespeed. Irgendwann kam ein Kindersitz dran. Irgendwie müssen die 4 Kinder ja transportiert werden und ein Lastenrad hatte ich anfangs noch nicht.

Heute ist dann auf dem Weg ins Büro der Rahmen gebrochen. Einfach so. Beim Losfahren an der Ampel. 

Mal gucken, wie es weiter geht. Ich gucke ja schon seit Jahren nach neuen Rädern. toll finde ich ja das ThinBike von Schindelhauer oder das OSA von de Rosa oder das Endurance AL 7.0 von Canyon. Bis dahin werde ich aber wohl noch eine Weile ausschließlich Lastenrad fahren…

inzwischen ist es ganz schön alt geworden und der Kindersitz ist erst seit 1 Woche dran
Leider kann ich das Ding wohl wegschmeißen. Der Rahmen ist gebrochen…

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.