Ride in Style

Velo Couture – warum eigentlich nicht?

Mode und Funktionskleidung sind normalerweise 2 vollkommen unterschiedliche Welten. Die Mode will einem dabei helfen, gut auszusehen und Funktionskleidung hilft einem bei bestimmten Tätigkeiten. So gibt es zB Kleidung für Motorradfahrer, Skifahrer, Fallschirmspringer, Jogger, Soldaten und viele andere Tätigkeitsfelder und Berufsgruppen. Für den jeweiligen Einsatz sind möglichst passende Kleidungsstücke entworfen worden. Kleidung für Jogger ist besonders leicht, trocknet schnell, transportiert den Schweiß nach außen, ist luftig. Eine Motorradkombi ist winddicht, hat lange Arme, ist extrem robust und an einigen Stellen mit Protektoren ausgestattet. Motorradfahrer wären gewiss schlecht beraten in Jogging-Sachen auf die Piste zu gehen. Umgekehrt ist das nicht anders. Das Aussehen ist bei Funktionskleidung zwar nicht egal, aber der eindeutige Fokus liegt in der Funktion. Wer jetzt aber Kleidung zum Radfahren sucht, die auch dafür geeignet ist ausreichend schick für das Büro gekleidet zu sein, hat es meist schwer oder einen sehr offenen dress code. Ein hautenges Radleroutfit mag die passende Kleidung zu sein, um mit seinem Singlespeed besonders schnell zum Berghain zu kommen, aber nicht die passende Kleidung um ins Berghain zu kommen. Dafür gibt es inzwischen einen urbanen Mode-Typ: Velo Couture.

Urban Fashion wird Velo Couture

moderne Radlerjacke
Cycle Fashion – Eine Jacke mit langen Armen und tiefem Rücken © Segrasegra

Die Modebranche hat inzwischen die Radfahrer und die Fahrradmode entdeckt: Da inzwischen jährlich mehr als 11Mrd € in der Fahrradbranche allein in Deutschland umgesetzt werden, hat die Bekleidungsindustrie extra für diese Zielgruppe designte Stücke. Es gibt Jeans, die im Schritt speziell zum Radeln geschnitten und genäht sind und die an der Hüfte höher geschnitten sind. Jacken, die trotz Radel-Haltung den ganzen Rücken bedecken und längere Arme haben. Hosen die im inneren der Hosenbeine Reflektorstreifen haben, so dass sie nur sichtbar werden, wenn man sie beim Radfahren umschlägt. Hemden, die eine verdeckte Knopfleiste haben, damit die Knöpfe nicht versehentlich von einer Umhängetasche abgerissen werden. Auch gibt es inzwischen Anzüge, die Reflektorstreifen unter dem Kragen haben. Erst wenn man den Kragen hochschlägt, werden sie sichtbar. Man kann also gut sichtbar sein und sich sicher fühlen und trotzdem auf leuchtende Warnwesten verzichten.

coole Accessoires und Gadgets

Oi Knlingel von Knog
die Oi Klingel ist ein schickes Gadget © Knog

Auch bei den Accessoires und Gadgets haben sich die Hersteller von der reinen Funktionalität Richtung Mode bewegt. Ein Poncho oder eine Regenausrüstung ist jetzt nicht mehr zwingend ein notwendiges Übel. Fahrradtaschen sehen nicht mehr unbedingt danach aus, dass die Radler eine Expedition durch den Himalaya hinter sich hat, sondern zeigen, dass er im Groß­stadt­dschun­gel zu Hause ist.

 

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