#Schmuddelwetter

Es ist Januar und kalt und regnerisch. Eigentlich muss ich nicht länger drüber nachdenken – ich brauche Regensachen. Und das zum Radfahren.

Aber noch will mein Kopf nicht. Noch habe ich einen Artikel aus dem Guardian (oder BBC News oder so) im Hinterkopf, den ich vor 10 Jahren mal gelesen habe. Darin wurde argumentiert, dass man doch öfter mit dem Rad ins Büro fahren soll. Das Argument, dass es doch in England immer regnet haben sie dadurch entkräftet, dass sie sich die Londoner Wetterdaten der letzten Jahre angesehen haben und geguckt haben wie oft es an Arbeitstagen zwischen 8 und 9 Uhr morgens dauerhaft regnet. Also au dem Hinweg. Wird man auf dem Rückweg nass, sei das nicht weiter tragisch, weil man ja zu Hause die Klamotten wechseln könne.

Ob man es glaubt oder nicht, es waren nicht viele Regentage. An den paar Regentagen könne man ja auch U-Bahn oder Bus fahren. Das ist eine großartige Argumentation gegen Regenkleidung finde ich. Das Zeug ist meist sau teuer. Und für 10 Tage Rege soll ich mir eine Hose für 100€ kaufen? Oder Schuhüberzieher?

NEIN

Es gibt für jede Gelegenheit etwas passendes. Ganz wasserdichtes Zeug, Friesennerze, Spraypants, farbige Dinge und und und. Aber irgendwie widerstrebt es mir, mich passend zu kleiden. Funktionskleidung ist nicht das richtige für mich. Angepasste Sachen passen nicht zu mir. Da muss ich wohl leiden und eine Erkältung kriegen.

Schmuddelwetter Mittwoch

Schmuddelwetter – nasse Schuhe, nasse Socken, nasse Hose

Irgendwie finde ich das auch normal, wenn man dem Wetter entgegenlacht, statt es mit Funktionskleidung zu bekämpfen. Auch als Schüler in Münster sind wir bei Regen – und davon gab es ganz schön viel – ehr mit einem Regenschirm zur Schule gefahren, als mit Regensachen oder noch schlimmer – mit Poncho! Rauchend unter dem Regenschirm mit dem Hollandrad zur Schule. Das war irgendwie cool. Und auch wenn ich jetzt kein Hollandrad mehr habe und auch weniger rauche als mit 16 will ich mich immer noch nicht anpassen. Nicht mal dem Wetter!

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.